Filamentbedarf rechnen: 20 Prozent Zuschlag sind nicht 20 Prozent Verlust
Material für eine Serie planen, volle Rollen bestellen und Restbestand von Verbrauchskosten trennen.
Redaktion Druckpassend · Bearbeitet am 2026-10-03 · Keine eigenen Produkttests
Die kurze Antwort
Rechne zuerst das gesamte planmäßige Material einschließlich Stützen. Ein Zuschlag von 20 Prozent multipliziert diesen Bedarf mit 1,20; ein Verlust von 20 Prozent am gesamten eingesetzten Material verlangt dagegen eine Division durch 0,80. Für die Bestellung rundest du anschließend auf ganze passende Spulen auf.
Eigene Beispielrechnung mit ausdrücklich angenommenen Materialmengen und Verlustwerten; keine Prognose oder aktuelle Preisangabe.
Konkrete Modelle und Alternativen
Vergleiche die dokumentierten Eigenschaften und Grenzen mit deinem Bedarf. Die Einzelheiten und Quellen findest du weiter unten.
Prusa Research · DE
Prusament PLA Prusa Galaxy Black 1 kg
Als klar bezeichnete Materialmenge für Verbrauchsplanung und vorhandene PLA-Profile einordnen.
Vor der Auswahl: Die 1-kg-Angabe beschreibt Filamentmasse, nicht Spulenabmessungen; aktuelle Spulengeneration gesondert prüfen.
Aktuellen Preis und Lieferbarkeit beim Anbieter prüfen.
Keine Gleichsetzung mit PLA-Profilen oder dessen Oberflächenvorbereitung; Länderpreis nicht als DE-Preis übernommen.
Das Slicergewicht richtig übernehmen
Angenommen, du möchtest zehn gleiche Teile herstellen. Jedes Teil braucht im Beispiel 80 g Bauteilmaterial und weitere 20 g für Stützen oder andere mitgedruckte Hilfsstrukturen. Der planmäßige Gesamtbedarf beträgt damit 10 × 100 g = 1000 g. Das sind gewählte Rechenannahmen, keine Messwerte eines bestimmten Drucks.
Wenn dein Slicer Stützen bereits im ausgewiesenen Gesamtgewicht enthält, addiere sie nicht noch einmal. Notiere auch zusätzliche Spül- oder Wechselmengen, soweit dein konkreter Ablauf sie benötigt. Ein bereits abgebrochener Druck kann nur einen Teil der geplanten Masse verbrauchen; die Zahl fehlgeschlagener Versuche allein verrät daher keinen Materialverlust.
Ein pauschaler Zuschlag von 20 Prozent ergibt 1000 g × 1,20 = 1200 g. Du reservierst also zusätzlich 200 g. Wenn du stattdessen annimmst, dass 20 Prozent des gesamten eingesetzten Materials verloren gehen, bleiben 80 Prozent für die planmäßigen Drucke: 1000 g ÷ 0,80 = 1250 g. Dann sind 250 g als Verlust enthalten.
Die zweite Formel lautet allgemein Planbedarf ÷ (1 − Verlustanteil). Sie setzt voraus, dass der Anteil auf die eingesetzte Materialmasse bezogen ist. Ein Anteil von 100 Prozent liefert keinen endlichen Bedarf. Am zuverlässigsten ersetzt du Annahmen später durch gewogenen Ausschuss aus vergleichbaren eigenen Aufträgen.
Beide Szenarien benötigen ohne vorhandenen Restbestand zwei Rollen mit je 1 kg Filament. Nach dem angenommenen Verbrauch bleiben 800 g beziehungsweise 750 g übrig. Die komplette zweite Rolle ist bezahlt, aber nicht vollständig verbraucht. Trenne deshalb Einkaufsbudget und Materialkosten der Serie.
Die verlinkten Beispiele sind Prusament PLA Galaxy Black und PETG Clear mit jeweils 1 kg Nennfüllmenge. Sie zeigen dieselbe Rechnung mit zwei klar bezeichneten Materialien. Sie sind keine untereinander austauschbaren Druckmaterialien; Farbe, Materialprofil und Bauteilanforderung entscheidest du vorher.
Nenne den aktuellen Rollenpreis P in Euro und die Füllmenge M in Gramm. Der Materialkostenanteil ist Verbrauch in Gramm × P ÷ M. Bei mehreren Rollenpreisen ist eine nachvollziehbare Bestandsbewertung nötig. Versand kannst du dem Einkauf zuordnen, musst aber offenlegen, wie du ihn auf Projekte verteilst.
Für einen vollständigen Auftrag kommen gegebenenfalls gemessener Strom, Arbeitszeit, Maschinen- und Wartungskosten hinzu. Der Prusa-Rechner bietet solche Positionen; sein Markup ist ein zusätzlicher Aufschlag und keine ermittelte Fehldruckstatistik. Historische Preise aus Erklärbeiträgen übernehmen wir nicht.
Materialkosten werden aus Preis pro Spule, Spulenfüllmenge und verwendetem Gewicht berechnet. Der Beitrag betrachtet zusätzlich Vorbereitung, Arbeitszeit, Maschine und Fehler-/Risikozuschläge.
Abgerufen: 2026-10-03 · Erklärbeitrag 13.10.2020, gelesen 03.10.2026 · Beleg geprüft. Beitrag vom 13.10.2020; historische Preise, Löhne, Stromannahmen und Kalkulationsaufschläge sind keine aktuellen Vorgaben. Angaben aus gelesener Originalquelle; keine eigene Produktmessung. Preise werden nicht übernommen.
Rechner fragt Filamentgewicht, Spulenpreis und Spulenmasse ab; optional Strom, Arbeitszeit, Maschine/Wartung und weitere Kosten. Markup ist ein Aufschlag und kein automatisch ermittelter Fehldruckanteil.
Abgerufen: 2026-10-03 · Modellbezogener Webstand 03.10.2026 · Beleg geprüft. Die eigenen Beispieldaten sind ausdrücklich Szenarien; keine Vorgaben für tatsächliche Nutzung oder Verkaufspreise. Angaben aus gelesener Originalquelle; keine eigene Produktmessung. Preise werden nicht übernommen.
Abgerufen: 2026-10-03 · PETG Clear 1 kg NFC; Webstand 2026-10-03 · Beleg geprüft. Keine Gleichsetzung mit PLA-Profilen oder dessen Oberflächenvorbereitung; Länderpreis nicht als DE-Preis übernommen. Herstellerangaben wurden gelesen; keine eigene Messung oder Produktprüfung. Preise und Verfügbarkeit sind nicht bestätigt.
Abgerufen: 2026-10-03 · PLA Galaxy Black 1 kg NFC; Webstand 2026-10-03 · Beleg geprüft. Die 1-kg-Angabe beschreibt Filamentmasse, nicht Spulenabmessungen; aktuelle Spulengeneration gesondert prüfen. Herstellerangaben wurden gelesen; keine eigene Messung oder Produktprüfung. Preise und Verfügbarkeit sind nicht bestätigt.